Aktion gesunde Knochen

FAKTEN

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Betroffene in Österreich

Was ist Osteoporose?

Als Osteoporose bezeichnet man eine über das normale Maß hinausgehende Brüchigkeit des Knochens, die durch eine Verminderung der Knochenmasse und eine Zerstörung der Knochenstruktur verursacht wird. Diese Knochen können schon bei geringer Belastung und/oder einfachen Stürzen brechen.

Wer ist betroffen?

Jeder Mensch verliert mit zunehmendem Alter an Knochendichte. Bei Frauen schreitet der Knochenschwund in Zusammenhang mit der hormonellen Umstellung nach der Menopause schneller voran. Man geht davon aus, dass jede 3. Frau und jeder 5. Mann einmal in seinem Leben einen durch Osteoporose verursachten Knochenbruch erleidet.

Laut WHO

zählt Osteoporose weltweit zu den 10 häufigsten Erkrankungen.

Alle 30 Sekunden

erleidet jemand in Europa einen Knochenbruch durch Osteoporose.

Mehr als 50%

der Betroffenen erhalten keine Therapie, da ihre Erkrankung nicht erkannt wird.

RISIKOFAKTOREN

Es gibt zwei Formen der Osteoporose

Primäre Form

Osteoporose als Haupt-Erkrankung

Sekundäre Form

Osteoporose als Folge-Erkrankung

SYMPTOME

Typische Beschwerden

Osteoporose ist eine "schleichende Erkrankung", die über viele Jahre hinweg völlig schmerzfrei verlaufen kann und dadurch von Betroffenen lange unbemerkt bleiben kann.

Typische Beschwerden sind:

  • Rundrücken
  • chronische Rückenschmerzen
  • vermehrte Faltenbildung an Bauch und Rücken
  • blitzartige Schmerzattacken im Bereich der Wirbelsäule
  • Größenabnahme im Alter

 

Informieren Sie sich! Testen Sie Ihr Risiko!  Gehen Sie rechtzeitig zur Vorsorgeuntersuchung!

Typische Frakturen

Der vermehrte Verlust an Knochenmasse verläuft anfangs schmerzfrei und wird deshalb vom Betroffenen nicht bemerkt. Symptome treten in der Regel erst nach erfolgten Knochenbrüchen (Frakturen) auf.

Charakteristisch für osteoporotische Knochenbrüche ist, dass sie nach minimalen Belastungen, die von einem gesunden Knochen problemlos ausgehalten werden, erfolgen. Jeder Knochenbruch, der ohne entsprechende Krafteinwirkung (= atraumatisch) auf den Knochen entsteht, kann ein Hinweis auf eine Osteoporose sein.

Jede bereits erfolgte Fraktur erhöht das Risiko, im Laufe des nächsten Jahres einen weiteren Knochenbruch zu erleiden, um das 6-fache!

Die häufigsten osteoporotischen Knochenbrüche:

Ein Knochenbruch am Unterarm ist eine typische Sturzfolge:

Der Versuch, die Wucht eines Sturzes nach vorne mit den Armen abzufangen, führt oft zu einer Fraktur des Unterarmes. Meistens heilt ein Knochenbruch am Unterarm problemlos ab, er kann aber das erste Anzeichen einer bestehenden Osteoporose sein. Das Risiko besteht, wenn Sie:

  • über 50 sind
  • aus Körperhöhe gestürzt sind
  • sich dabei den Unterarm (oder einen anderen Knochen) gebrochen haben

Das könnte ein Hinweis auf eine beginnende Osteoporose sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und lassen Sie eine Osteoporose Abklärung durchführen. So erhöhen Sie Ihre Chancen, weitere Frakturen zu verhindern.

Wirbelkörperfrakturen sind die häufigsten osteoporotischen Knochenbrüche und können durch eine Röntgenaufnahme der Wirbelsäule diagnostiziert werden.

Wirbelkörpereinbrüche können akut als Folge eines Sturzes oder einer minimalen Belastung des Knochens durch Heben, Tragen oder Bücken auftreten. Symptome sind blitzartige Schmerzattacken an der Wirbelsäule mit starken Bewegungseinschränkungen.

Sie können aber auch ohne akute Krafteinwirkung entstehen: durch die verminderte Knochenfestigkeit können Wirbelkörper dem Druck von Körpergewicht und alltäglichen Belastungen nicht standhalten und sinken über Monate und Jahre hinweg Millimeter für Millimter zusammen.

Typische Symptome bei Wirbelkörperfrakturen:

  • Abnahme der Körpergröße und Rundrücken
  • Faltenbildung am Rücken ("Tannenbaumphänomen")
  • zunehmende Vorwölbung des Bauches ohne Gewichtszunahme
  • chronische Rückenschmerzen durch Fehlhaltung und Muskelverspannungen
  • Beeinträchtigung der Funktion innerer Organe (Herz, Lunge, Darm, Harnblase) durch die Verkleinerung von Brust- und Bauchraum

Durch eine optimale Osteoporosetherapie könnten wahrscheinlich bis zu 80% der Wirbelkörperfrakturen verhindert werden.

Eingebrochene Wirbelkörper können durch eine Kyphoplastie wieder aufgerichtet werden. Voraussetzung dafür ist eine möglichst rasche Diagnose der frischen Wirbelkörperfraktur.

Schenkelhalsbrüche sind die am meisten gefürchteten Folgen einer Osteoporose. Meistens treten sie nach seitlich gerichteten Stürzen auf und können schwer wiegende Folgen haben:

  • 20% der Betroffenen sterben daran
  • 30% der Betroffenen bleiben behindert
  • 50% der Betroffenen erlangen nach einer Schenklhalsfraktur wieder den Grad der Mobilität, den sie vor der Fraktur hatten.

Das Risiko für eine Schenkelhalsfraktur steigt mit dem Alter. Ursachen hierfür können eine fortschreitende Osteoporose sowie die im Alter zunehmende Sturzhäufigkeit sein.

Durch eine optimale Osteoporosetherapie, bestmögliche Sturzprophylaxe sowie das Tragen von Hüftprotektoren können Schenkelhalsfrakturen verhindert werden.

DIAGNOSE

  • Befragung

    Durch eine umfangreiche Befragung (Anamnese) wird ihr Arzt zuerst die Risikofaktoren feststellen.

  • Röntgen

    Danach wird eine Röntgenaufnahme der Wirbelsäule durchgeführt (nur bei der Erstbestimmung).

  • Blutabnahme

    Erkrankungen, die zu einem Knochenmasseverlust führen könnten, werden festgestellt (sekundäre Osteoporose).

  • Knochendichte-Messung

    Es gibt derzeit keine andere Methode, den Erfolg einer Therapie zu kontrollieren.

  • Goldstandard

    Goldstandard ist auch weiterhin die DEXA-Messung (Dual Energy X-Ray Absorptiometry). Dies ist eine spezielle Form der Röntgenuntersuchung. Als Alternative werden auch noch die QCT- und die pQCT-Messung angeboten.

WICHTIG:

Die derzeit verwendeten Ultraschall-Methoden erfüllen nicht die Kriterien einer Knochendichtemessung.

Die Kosten werden daher von den Sozialversicherungen nicht rückerstattet.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 06.09.2020