Knochen-Biologie: Alles über unsere Knochen (Teil 2/3)

Welche Zellen bilden neue Knochen? Welche Zellen bauen Knochen ab? Das erfahren Sie hier!

Osteoporose ist eine Knochenkrankheit. Zu verstehen, wie unsere Knochen funktionieren, ist Grundlage für jede Therapie und Behandlung. Deshalb möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick zur Knochen-Biologie bieten:

  • Teil 1: Grundlagen, Funktion und Anatomie
  • Teil 2: Knochenzellen und ihre Aufgaben
  • Teil 3: Entwicklung, Wachstum und Umbau unserer Knochen

Generell können die Zellen unserer Knochen hinsichtlich ihrer Funktion eingeteilt werden in:

  • knochenbildende Zellen: Osteoblasten und Osteozyten
  • resorbierende Knochenzellen: Osteoklasten
  • Kollagen, Proteine und andere wichtige Nährstoffe

Verschiedene Zellen sind für die Bildung, den Erhalt, den Abbau und die Form unserer Knochen verantwortlich:

  • Osteoblasten: Sie entstehen aus weniger komplexen Vorläuferzellen und produzieren die organische Grundsubstanz des Knochens – „Osteoid“ genannt. Die Härte und Steifigkeit unserer Knochen ist auf die im Osteoid enthaltenen Mineralsalze (hauptsächlich Kalzium und Phosphate) zurückzuführen. Im ausgewachsenen Skelett wird der Großteil der Knochen-Oberfläche durch diese Osteoblasten versorgt. Das Osteoid wird durch verschiedene Stoffe mineralisiert, wodurch die „mineralisierte Knochenmatrix“ entsteht.
  • Osteozyten: Diese Zellen sind Osteoblasten, die weiter in das Innere des Knochens vorgedrungen sind. Osteozyten befinden sich also sowohl im oberflächlichen Osteoid, als auch in der tiefer liegenden mineralisierten Knochenmatrix. Sie sind über Zellfortsätze miteinander verbunden, bilden ein großes Netzwerk und können dadurch miteinander kommunizieren. So können beispielsweise die tieferen Osteozyten eine Beschreibung ihrer Umgebung an die oberflächlicheren Osteozyten und Osteoblasten schicken und dadurch einen Knochen-Aufbau oder -Abbau einleiten.
  • Osteoklasten: Das sind große Zellen, die für den Abbau der mineralisierte Knochenmatrix verantwortlich sind. Sie lagern sich, ähnlich wie Osteoblasten, an die Oberfläche der Knochen an. Dort geben sie Enzyme ab, die den Knochen zersetzen.