Osteoporose rund um die Welt: Australien

Nachdem wir uns bereits mit Europa, Nordamerika und Südamerika beschäftigt haben, setzen wir unseren Überblick mit Australien fort. Die Bevölkerung legt großen Wert auf Bildung, Aufklärung, Studien und Forschung und fordert mehr finanzielle Unterstützung vom Land. Australien hat etwa 25 Millionen Einwohner und ist bei einer Fläche von 7,6 Millionen Quadratmetern sehr dünn besiedelt. Australien ist der sechst-größte und gleichzeitig der sechst-reichste Staat der Erde. Die Hauptstadt ist Canberra, die größte und wohl bekannteste Stadt ist die Metropole Sydney.

Osteoporose in Australien

  • 5,2 Millionen Einwohner Australiens über 50 Jahren leiden unter verminderter Knochendichte. Das entspricht 66% aller über 50-Jährigen.
  • 22% davon leiden unter Osteoporose, 78% unter der Vorstufe „Osteopenie“.
  • Prognosen zufolge wird die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2022 um 31% auf 6.2 Millionen ansteigen.
  • 2022 wird durchschnittlich alle 3 Minuten ein Knochenbruch wegen verminderter Knochendichte auftreten. Vergleichsweise waren es 2007 noch zwischen 5 und 6 Minuten und im Jahr 2001 alle 8 Minuten.

Maßnahmen

Viele australische Forscher und Analytiker rufen in ihren Studien immer wieder zu Maßnahmen auf. Leider sind diese Forderungen immer noch dieselben wie vor 10 Jahren:

  • Es soll eine Initiative finanziert werden, die sich speziell um Osteoporose-PatientInnen kümmert, die gerade ihren ersten Knochenbruch hatten. Dabei soll Wissen zu Prävention, Ernährung und Bewegung vermittelt werden, um weitere Brüche zu vermeiden.
  • Die Knochendichte-Messung soll für alle Frauen über 50 Jahren, die Risikofaktoren für Osteoporose aufweisen kostenlos sein.
  • Es sollen mehr Bildungs- und Aufklärung-Programme zum Thema „gesunde Knochen“ finanziert werden.

 

Wie überall auf der Welt werden auch in Australien sehr viele Fälle gar nicht diagnostiziert oder falsch behandelt. Studien zeigen, dass 80% der PatientInnen keine angemessenen Untersuchungen oder Behandlungen erhalten. Dabei könnten sehr viele Knochenbrüche durch regelmäßige Bewegung, knochengesunde Ernährung und entsprechende Aufklärung bezüglich Risikofaktoren verhindert werden.

Mehr zu den Themen Ernährung und Bewegung bei Osteoporose erfahren Sie  hier auf unserer Website oder in dieser Broschüre der internationalen Osteoporose Stiftung.