Knochen-Biologie: Alles über unsere Knochen (Teil 1/3)

In Teil 1 geht es um die Grundlagen der Knochenbiologie. Welche Funktionen haben unsere Knochen und wie sind sie anatomisch aufgebaut?

Osteoporose ist eine Knochenkrankheit. Zu verstehen, wie unsere Knochen funktionieren, ist Grundlage für jede Therapie und Behandlung. Deshalb möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick zur Knochen-Biologie bieten:

  • Teil 1: Grundlagen, Funktion und Anatomie

  • Teil 2: Knochenzellen und ihre Aufgaben

  • Teil 3: Entwicklung, Wachstum und Umbau unserer Knochen

Knochen sind lebendes Gewebe: Sie haben ihre eigenen Blutgefäße und bestehen aus Körperzellen, Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen, die allesamt für ein gesundes Knochen-Wachstum und Reparaturvorgänge verantwortlich sind.

Ein Neugeborenes hat ungefähr 300 Knochen. Diese wachsen im Kinder- und Jugendalter und Knorpelgewebe wird teilweise durch harten Knochen ersetzt. In dieser Zeit verschmelzen einige Knochen miteinander – so, dass das ausgewachsene Skelett 206 Knochen umfasst.

Die wichtigsten Funktionen unserer Knochen sind:

  • die strukturelle Unterstützung unseres Körpers

  • der Schutz unserer Organe

  • der Schutz des Knochenmarks (hier werden Blut-Zellen hergestellt)

  • die Speicherfunktion für Mineralstoffe (wie z.B. Kalzium)

Anatomie unserer Knochen:

  • Die Knochenhaut wird „Periost“ genannt und umgibt unsere Knochen (mit Ausnahme der Gelenkflächen)

  • Die „Kortikalis“ ist dicht, hart und stark und befindet sich deshalb direkt unter der Knochenhaut.

  • Als „Spongiosa“ bezeichnet man das schwammartige System aus feinen Knochenbälkchen („Trabekeln“), das im Inneren des Knochens liegt.

  • Das Knochenmark dient der Bildung von Blutzellen und befindet sich in den Hohlräumen größerer Knochen.