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22.11.18 12:30

Bleiben Sie am Ball!

Die internationale Stiftung für Osteoporose betont erneut, wie wichtig die aktive Mitarbeit der PatientInnen für die optimale Behandlung von Osteoporose ist.


15.11.18 13:16

Milchprodukte: Mythen und Fakten

Es ist unbestritten, dass Milchprodukte unserem Körper Kalzium, Phosphor, Proteine und andere wichtige Nährstoffe für unsere (Knochen-)Gesundheit liefern.


19.10.18 14:14

Am 20. Oktober ist Welt-Osteoporose Tag!

Im internationalen Fokus stehen dieses Jahr Wirbelkörperbrüche und ihre Folgen.


07.05.18 12:06

BEWEGUNG STÄRKT DEN KNOCHEN

Körperliche Aktivität nach Knochenbrüchen erhöht die Knochendichte...


30.03.18 10:34

WIE VIEL SCHLAF IST GUT FÜR DIE KNOCHEN?

und kann es sein, dass unsere Schlafdauer Einfluss auf unser Osteoporoserisiko hat?


01.03.18 14:55

OSTEOPOROSE PATIENTENLEITLINIE 2018

Neu überarbeitete aktuelle Version ab sofort bei der AKTION GESUNDE KNOCHEN erhältlich


22.02.17 09:41

STUDIE ZU MUSKELGESUNDHEIT

Höhere Proteinaufnahme wirkt sich, unabhängig von der Proteinquelle, positiv auf die Muskelmasse und -stärke bei Erwachsenen aus.



OSTEOPOROSE MEDIKAMENTE, DIE DEN KNOCHENABBAU HEMMEN

 

BISPHOSPHONATE

sind Substanzen, die in die Knochensubstanz eingebaut werden und so den Knochenabbau hemmen. Zahlreiche Studien belegen eine ausgezeichnete Wirksamkeit dieser Medikamente zur Verhinderung von osteoporosebedingten Knochenbrüchen besonders an Wirbelkörpern und am Schenkelhals.

Folgende Präparate sind aufgrund ihrer durch Studien belegten Wirksamkeit als den Knochenabbau hemmende Medikamente eingestuft.

 

  • Alendronat (Fosamax®)

steht als Tablette in einer täglichen Dosierungsform (10 mg) und in einer wöchentlichen Dosierungsform (70 mg) zur Verfügung.

 

  • Risedronat (Actonel®)

steht als Tablette in einer täglichen Dosierungsform (5 mg) und in einer einmal wöchentlichen Dosierungsform (35 mg) zur Verfügung.

Wichtig für die optimale Wirksamkeit und gute Verträglichkeit der beiden Bisphosphonate ist eine korrekte Einnahme.

 Kalzium/Vitamin D ist beiden Präparaten beigepackt. Bei Alendronat wahlweise zum Auflösen in Wasser oder als Kautablette, bei Risedronat als Kautablette.

 

  • Alendronsäure (als Generika)

steht als Tablette in einer täglichen Dosierungsform (10 mg) und in einer einmal wöchentlichen Dosierungsform (70 mg) zur Verfügung.

 

All diese Präparate sollten wenigstens 30 Minuten vor dem Frühstück mit einem großen Glas Leitungswasser eingenommen werden. Anschließend nicht wieder hinlegen, keine Zufuhr anderer Getränke oder Medikamente. Kalzium/Vitamin D-Präparate sollten dann mit einigen Stunden Abstand genommen werden.

 

Nebenwirkungen bei Bisphosphonaten in Tablettenform können Magen-Darm-Unverträglichkeiten und Entzündung der Speiseröhre (bei korrekter Einnahme sehr selten) sein.

 

  • Ibandronat (Bonviva®)

wird als intravenöse Injektion viermal pro Jahr von Ihrem Arzt appliziert. Ibandronat ist in Österreich für Patientinnen zugelassen, die eine Bisphosphonattherapie in Form von Tabletten nicht vertragen.

Nebenwirkungen können (vor allem bei der ersten Applikation) grippeähnliche Symptome sein. In den meisten Fällen legt sich das nach der zweiten Applikation.

Auch hier muss begleitend eine Basistherapie mit Kalzium und Vitamin D eingenommen werden.

 

  • Zoledronat (Aclasta®)

steht als Jahresinfusion (5 mg) zur Verfügung.

Ibandronat ist in Österreich für Patientnnen und Patienten zugelassen, die eine Bisphosphonattherapie in Form von Tabletten nicht vertragen.

 

Nebenwirkungen können grippeähnliche Symptome wie Fieber, Gelenks- und Muskelschmerzen sein.

 

Für die Osteoporose des Mannes stehen Alendronat (Fosamax®) 10 mg (tägliche Dosierung) und Risedronat (Actonel®) 35 mg (wöchentliche Dosierung) mit belegten Daten zur Fraktursenkung zur Verfügung. Außerdem sind Zoledronat (Aclasta®) 5 mg (Jahresinfusion) , Teriparatid (Forsteo®), Parathormon 1-84 (Preotact®) und Denosumab (Prolia®) zur Therapie der Osteoporose des Mannes zugelassen.

 

SERM (SELEKTIVE ESTROGEN REZEPTOR MODULATOREN)

 

Hinter dieser komplizierten Bezeichnung verbergen sich Medikamente, die die positiven Wirkungen weiblicher Hormone auf den Knochenstoffwechsel imitieren, ohne selbst Hormone zu sein und ohne die ungünstigen Effekte der weiblichen Hormone auf die Krebsentstehung zu haben. Die Wirksamkeit zur Osteoporosebehandlung ist durch Studien eindeutig belegt.

 

SERM dürfen nur von Frauen nach der Menopause eingenommen werden, ein Behandlungsbeginn vor der Menopause ist nicht erlaubt.

 

SERM sind (da sie keine Hormone sind) keine Medikamente gegen Wechselbeschwerden, sondern effektive Osteoporosetherapeutika.

 

In Österreich ist derzeit ein Präparat für Frauen nach der Menopause zugelassen:

 

  • Raloxifen (Evista®)

 

Raloxifen ist als Tablette verfügbar, die einmal täglich eingenommen werden muss  und gut verträglich ist.

 

Nebenwirkungen von Raloxifen können Beinvenenthrombosen, Hitzewallungen bei Frauen kurz nach den Wechseljahren und eine gering vermehrte Rate tödlicher Schlaganfälle sein.

 

Für Raloxifen sind positive Wirkungen außerhalb des Knochenstoffwechsels belegt: Frauen, die im Rahmen einer Osteoporosestudie Raloxifen eingenommen haben, erkrankten seltener an Brustkrebs.

Zusätzlich zu den SERM sollte täglich Kalzium/Vitamin D als Basistherapie eingenommen werden.

 

MONOKLONALE ANTIKÖRPER GEGEN OSTEOPOROSE

 

  • Denosumab (Prolia®)

 

ist das erste biotechnologisch hergestellte Osteoporosemedikament. Es ist ein humaner monoklonaler Antikörper, der im Knochenstoffwechsel die Effekte von Osteoprotegerin (OPG) imitiert und den Abbau von Knochenmasse hemmt.

 

Prolia® steht  als halbjährlich subkutan (unter die Haut) zu injizierende Substanz Denosumab (60 mg) zur Verfügung.

 

Prolia® ist zugelassen zur Behandlung der Osteoporose bei Frauen nach der Menopause mit erhöhtem Knochenbruchrisiko nach einer Unverträglichkeit von Bisphosphonaten in Tablettenform.

Es ist auch zur Behandlung von Knochenschwund im Zusammenhang mit Hormonablation bei Männern mit Prostatakarzinom mit erhöhtem Knochenbruchrisiko zugelassen.

Nebenwirkungen von Denosumab können Harnwegsinfektion, Infektion der oberen Atemwege, Ischiassyndrom, Katarakte, Obstipation, Hautausschlag und Gliederschmerzen sein.