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22.02.17 09:41

NEUE STUDIE ZU MUSKELGESUNDHEIT

Höhere Proteinaufnahme wirkt sich, unabhängig von der Proteinquelle, positiv auf die Muskelmasse und -stärke bei Erwachsenen aus.


03.11.16 12:07

GLUCOCORTICOIDE UND IHRE KNOCHENGESUNDHEIT

Glucocorticoide können einen Verlust an Knochenmasse beschleunigen.


10.10.16 10:14

WELTOSTEOPOROSETAG 20.10.2016

GESUNDE KNOCHEN - GESUNDE ZUKUNFT


19.07.16 12:19

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Osteoporose und Diabetes

Sowohl Menschen mit Diabetes Typ 1 als auch mit Diabetes Typ 2 haben ein erhöhtes Risiko an Osteoporose zu erkranken.

So zeigen Studien, dass Frauen mit Typ-1-Diabetes auf Grund einer Osteoporose ein bis zu 12-fach erhöhtes Risiko für Schenkelhalsbrüche haben als gesunde Frauen derselben Altersgruppe.

Bei Frauen mit Typ-2-Diabetes ist das Risiko für Knochenbrüche zwar geringer, aber immer noch doppelt so hoch wie bei Frauen ohne Diabetes.

Schenkelhalsfrakturen treten bei Typ-2-Diabetikerinnen sechs bis siebenmal häufiger auf als bei gesunden Frauen, obwohl bei dieser Gruppe die Knochendichte meist normal ist.

Verminderte Neubildung von Knochen bei  Diabetes-Typ-1

Die Knochendichte ist bei vielen Typ-1-Diabetikerinnen niedriger als bei anderen Frauen. Die Ursache dafür könnte laut Stoffwechselexperten das Fehlen des Hormons Insulin sein, das die Knochenbildung anregt. Auch ist ein Wachstumsfaktor, der die Neubildung von Knochen anregt, bei Typ-1-Diabetes erniedrigt.

Auch Folgekrankheiten von Diabetes wie zum Beispiel Nierenschäden und Durchblutungsstörungen kleiner Gefäße können eine Osteoporose verstärken, so die Experten.

Insgesamt ist die Knochendichte bei Typ-1-Diabetikern um ca. 10 Prozent niedriger als bei gesunden Menschen. Der Oberschenkelhals ist hierbei stärker betroffen als die Wirbelkörper.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sollten sowohl bei Typ-1 als auch für Typ-2-DiabetikerInnen durchgeführt werden um eine eventuelle Osteoporose rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Steckt Diabetes in den Knochen?

Forscher der Columbia-Universität New York haben einen möglichen Zusammenhang zwischen Typ-2-Diabetes und dem Knochenstoffwechsel gefunden.

Unsere Knochen befinden sich in einem ständigen Auf- und Abbau. Für den Aufbau neuer Knochensubstanz sind bestimmte Zellen, die "Osteoblasten" zuständig. Die Studien zeigten: Mäuse, deren Osteoblasten keine Andockstellen für Insulin haben – und deshalb nicht mit Zucker versorgt werden –  entwickeln nicht nur schwache Knochen sondern sie bekommen auch Diabetes.

Wurde den Mäusen daraufhin das Hormon Osteocalcin verabreicht, besserten sich die Zuckerwerte wieder. Das Hormon Osteocalcin wird normalerweise von den Osteoblasten ausgeschüttet, wenn diese aktiv werden und hilft, den Knochenaufbau zu regulieren.

Knochenhormon stimuliert die Insulinproduktion

Bereits vor einigen Jahren hat dasselbe Forscherteam entdeckt, dass das Knochenhormon Osteocalcin in der Bauchspeicheldrüse die Produktion von Insulin fördert. Mögliche Erklärung: So wird sichergestellt, dass die Osteblasten, die neue Knochensubstanz aufbauen, für ihre anstrengende Arbeit genug Energie zur Verfügung haben – denn das Insulin schleust als eine Art "Türöffner" Zucker aus dem Blut in die Zellen.

Die Forscher hoffen jetzt, aus diesen Erkenntnissen möglicherweise neue Behandlungsansätze für Diabetes mellitus vom Typ 2 entwickeln zu können. So könnte beispielsweise die Gabe von Osteocalcin die Insulinproduktion anregen. Auch könne möglicherweise ein unentdeckter Osteocalcinmangel die Ursache sein, warum manche Menschen einen Typ-2-Diabetes entwickeln.

Andererseits, so die Forscher, sei zu prüfen, ob Medikamente gegen Osteoporose, die den Knochenabbau hemmen, möglicherweise das Diabetesrisiko erhöhen.