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FRÜHE WECHSELJAHRE SCHWÄCHEN DIE KNOCHEN
Frauen, die relativ früh in die Wechseljahre kommen, leiden später womöglich eher an Osteoporose und Knochenbrüchen. Auch ihre Wahrscheinlichkeit früher zu sterben, ist erhöht.
STRATEGIESITZUNG DES DOP
Am 27. und 28. April 2012 trafen sich VertreterInnen des Dachverband Deutschsprachiger Osteoporose Selbsthilfeverbände und patientenorientierter Osteoporose Organisationen e.V. in Frankfurt.
MANGELERNÄHRUNG UND GEBRECHLICHKEIT IM ALTER HABEN EINEN ZUSAMMENHANG
20 bis 80 % der alten Menschen sind von Mangelernährung betroffen, bis zu 14 % der Über-65-Jährigen leiden unter Gebrechlichkeit, etwa 50 % an einer Vorstufe.
WARTEZIMMER-POSTER
Sie sind über 50? Sie sind aus Körperhöhe gestürzt? Sie haben sich dabei einen Knochen gebrochen? Möglicherweise leiden Sie an Osteoporose.
LEBEN MIT OSTEOPOROSE
Ein Fotoreport der IOF begleitet Osteoporosepatienten im Alltag
OSTEOPOROSE DES MANNES

Auch Männer können an Osteoporose erkranken.
Studien belegen, dass 13 Prozent der Männer über 50 Jahre davon betroffen sind. Damit kann die bisherige Annahme, Osteoporose sei eine klassische Frauenkrankheit, als nicht zutreffend betrachtet werden.
Das Bewusstsein dafür, dass auch Männer von Osteoporose betroffen sein können, ist nach wie vor wenig ausgeprägt. Daher wird diese Diagnose gerade bei Männern häufig zu spät oder gar nicht gestellt.
Männer unterliegen denselben Risikofaktoren wie Frauen. Osteoporose kann jedoch auch als Folge von z. B. Magen-Darm-Erkrankungen, Erkrankungen der Schilddrüse, bei Laktoseintoleranz, bei Hormonstörungen (Testosteronmangel), nach einer länger dauernden Kortisontherapie oder einer Therapie mit Testosteron-Antagonisten bei Prostatakarzinom auftreten.
Grundpfeiler der Therapiemöglichkeiten bei Männern wie bei Frauen sind Ernährung, gezielte Bewegung (z. B. Osteoporoseturnen) und Sturzprophylaxe. Als Basistherapie sollen Kalzium und Vitamin D eingesetzt werden.
Als Goldstandard in der Osteoporosetherapie des Mannes gelten - ebenso wie bei Frauen - Bisphosphonate. Für Männer steht Risedronat (Actonel) 35 mg einmal wöchentlich zur Verfügung. Alendronat (Fosamax) ist nur in der täglichen Gabe von 10 mg für die Osteoporose des Mannes zugelassen. Infusionen mit Bisphosphonaten können in begründeten Ausnahmefällen angewendet werden.
Besonders für fortgeschrittene Fälle von Osteoporose ist Parathormon (Forsteo, Preotact) verfügbar. Beide Präparate werden einmal täglich unter die Haut gespritzt. Die maximale Behandlungsdauer darf 18 beziehungsweise 24 Monate nicht überschreiten. Auch diese Behandlung wird mit Kalzium und Vitamin D kombiniert.
So wie Frauen regelmäßig ihren Gynäkologen zur Routineuntersuchung aufsuchen, ist dies ebenso für Männer beim Urologen empfehlenswert. Der Facharzt für Urologie ist vermehrt mit männlichen Patienten konfrontiert und daher prädestiniert dafür, eine Osteoporose Risikoabklärung beim Mann durchzuführen. Eine Schärfung des Bewusstseins für die Osteoporose des Mannes, sowohl bei Ärzten als auch bei Patienten, ist anzustreben.
