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18.10.17 10:55

20.OKTOBER IST WELTOSTEOPOROSETAG

"Sich bewegen bringt Segen"...


22.02.17 09:41

STUDIE ZU MUSKELGESUNDHEIT

Höhere Proteinaufnahme wirkt sich, unabhängig von der Proteinquelle, positiv auf die Muskelmasse und -stärke bei Erwachsenen aus.


10.05.16 14:02

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OSTEOPOROSE DES MANNES

Osteoporose betrifft auch Männer.

Studien belegen, dass 13 Prozent der Männer über 50 Jahre von Osteoporose betroffen sind. Damit wird die bisherige Annahme, Osteoporose sei eine klassische Frauenkrankheit, beeindruckend widerlegt.

Das Bewusstsein dafür, dass auch Männer von Osteoporose betroffen sein können, ist nach wie vor wenig ausgeprägt. Daher wird diese Diagnose gerade bei Männern häufig zu spät oder gar nicht gestellt.

Männer unterliegen den gleichen Risikofaktoren wie Frauen. Zu beachten ist allerdings auch, dass Osteoporose ebenfalls als Folge von z. B. Magen-Darm-Erkrankungen, Erkrankungen der Schilddrüse, bei Laktoseintoleranz, bei Hormonstörungen (Testosteronmangel), nach einer länger dauernden Kortisontherapie oder einer Therapie mit Testosteron-Antagonisten bei Prostatakarzinom auftreten kann.

Grundpfeiler der Therapiemöglichkeiten bei Männern wie bei Frauen sind Ernährung, gezielte Bewegung (z. B. Osteoporoseturnen) und Sturzprophylaxe. Als Basistherapie sollen Kalzium und Vitamin D eingesetzt werden.

Als Goldstandard in der Osteoporosetherapie des Mannes gelten - ebenso wie bei Frauen - Bisphosphonate. Für Männer steht Risedronat (Actonel) 35 mg einmal wöchentlich zur Verfügung. Alendronat (Fosamax) ist nur in der täglichen Gabe von 10 mg für die Osteoporose des Mannes zugelassen. Infusionen mit Bisphosphonaten können in begründeten Ausnahmefällen angewendet werden.
Besonders für fortgeschrittene Fälle von Osteoporose ist Parathormon (Forsteo, Preotact) verfügbar. Beide Präparate werden einmal täglich unter die Haut gespritzt. Die maximale Behandlungsdauer darf 24 Monate nicht überschreiten. Auch diese Behandlung wird mit Kalzium und Vitamin D kombiniert.

Seit 2014 ist Denosumab (Prolia®) auch für die Therapie der Osteoporose beim Mann zugelassen. 

So wie Frauen regelmäßig ihren Gynäkologen zur Routineuntersuchung aufsuchen, ist dies ebenso für Männer beim Urologen empfehlenswert. Der Facharzt für Urologie ist vermehrt mit männlichen Patienten konfrontiert und daher prädestiniert dafür, eine Osteoporose Risikoabklärung beim Mann durchzuführen. Eine Schärfung des Bewusstseins für die Osteoporose des Mannes, sowohl bei Ärzten als auch bei Patienten, ist anzustreben.

Quellenverzeichnis