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"Sich bewegen bringt Segen"...


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STUDIE ZU MUSKELGESUNDHEIT

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05.05.2011 09:46 Alter: 7 Jahre

STUDIEN BELEGEN DIE VORTEILE VON OPERATIVEN VERFAHREN BEI WIRBELKÖRPERFRAKTUREN

Die Überlebensrate von Menschen mit Wirbelkörperfrakturen, die chirurgisch versorgt werden, ist höher, als von denjenigen mit nicht-operativer Standardversorgung.

Wirbelkörperfrakturen gehören laut Definition der WHO zu den Merkmalen einer manifesten Osteoporose. Sie sind die häufigsten Knochenbrüche bei Osteoporose, ihre Diagnose erfolgt durch eine Röntgenaufnahme der Wirbelsäule. Sie gehen einher mit schweren Rückenschmerzen, Kyphose (Buckelbildung), bis hin zu Invalidität und sogar einem erhöhten Todesrisiko. Trotz des unkomplizierten Diagnoseverfahrens bleiben noch immer viele Wirbelkörperfrakturen unerkannt und in Folge dessen unbehandelt.

Die chirurgischen Verfahren

Ein sicheres und geeignetes Verfahren zur Behandlung von Wirbelkörperfrakturen ist die Ballon-Kyphoplastie. Bei diesem so genannten minimalinvasiven Verfahren werden beidseits des Wirbelkörpers mit Nadel und Röhrchen kleine Zugangspfade in den gebrochenen Wirbel hergestellt. Durch diese Zugangspfade werden Ballons in den Wirbelkörper eingebracht, dort geweitet und auf diese Weise der Wirbelkörper wieder aufgerichtet. Die so geschaffenen Hohlräume im Wirbelkörper werden mit Knochenzement gefüllt und auf diese Weise der Wirbelkörper von innen stabilisiert. Bei der Vertebroplastie wird im Unterschied zur Ballon-Kyphoplastie weder die Fehlstellung des Wirbels korrigiert noch ein definierter Raum für die Zementfüllung hergestellt. Sie dient ausschließlich der Stabilisierung der Fraktur.

Neuste Studien online

Die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse zweier Studien (CAFE-Studie, online veröffentlicht in „The Lancet Oncology“ am 17. Februar 2011; FREE-Studie, online veröffentlicht in „The Journal of Bone and Mineral Research im Februar 2011) zeigen deutlich den Nutzen der chirurgischen Versorgung – insbesondere der Ballon-Kyphoplastie – im Vergleich zur nicht-operativen Versorgung von Wirbelkörperfrakturen.

Die Ergebnisse der Studien

Zusammengefasst ergaben die Untersuchungen, dass die operativ versorgten Patienten im Vergleich zu den nicht-operativ versorgten Patienten eine schnellere und effektivere Linderung ihrer Rückenschmerzen aufwiesen, ihre rückenspezifischen Funktionen besser waren und in Folge dessen auch ihre Mobilität höher war.

Bei der Ermittlung der Lebensqualität zeigten die mittels Ballon-Kyphoplastie behandelten Patienten eine statistisch signifikant größere Verbesserung ihrer körperlichen Symptome als die Patienten der nicht-operativ versorgten Gruppe und beurteilten ihre Lebensqualität – sowohl was den körperlichen als auch den psychischen Zustand betrifft – dementsprechend höher. Ebenso wiesen sie eine signifikant größere Zufriedenheit mit ihrer Behandlung auf als die Vergleichsgruppe.

Die unerwünschten medizinischen Nebenerscheinungen waren bei beiden Gruppen vergleichbar.

Höhere Überlebensrate bei Menschen mit operativ versorgten Wirbelkörperfrakturen

Eine weitere Analyse der Daten von über 850.000 Patienten mit Wirbelkörperbrüchen ergab zudem, dass die Überlebensrate bis zu vier Jahre nach Behandlung der Fraktur bei den chirurgisch versorgten Patienten – insbesondere bei den Ballon-Kyphoplastie-Patienten -  höher war, als bei den nicht operativ versorgten Patienten.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt!

Trotz der nachgewiesenen Vorteile sind die beschriebenen chirurgischen Verfahren nicht für jeden Patienten geeignet. Sollten Sie entsprechende Schmerzen verspüren, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und fordern Sie ein Wirbelsäulen-Röntgen ein. Je früher Sie handeln, desto höher ist ihre Chance, rechtzeitig der für Sie richtigen Therapie zugeführt zu werden.

Weiterführende Informationen zu Behandlungszentren in Österreich:
Aktion gesunde Knochen, Breitenweg 7c/I, 8042 Graz, T 0316 / 48 32 48,
mail:
osteoporose(à)gmx.at