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07.05.18 12:06

BEWEGUNG STÄRKT DEN KNOCHEN

Körperliche Aktivität nach Knochenbrüchen erhöht die Knochendichte...


30.03.18 10:34

WIE VIEL SCHLAF IST GUT FÜR DIE KNOCHEN?

und kann es sein, dass unsere Schlafdauer Einfluss auf unser Osteoporoserisiko hat?


01.03.18 14:55

OSTEOPOROSE PATIENTENLEITLINIE 2018

Neu überarbeitete aktuelle Version ab sofort bei der AKTION GESUNDE KNOCHEN erhältlich


22.02.17 09:41

STUDIE ZU MUSKELGESUNDHEIT

Höhere Proteinaufnahme wirkt sich, unabhängig von der Proteinquelle, positiv auf die Muskelmasse und -stärke bei Erwachsenen aus.



11.05.2012 14:10 Alter: 6 Jahre

FRÜHE WECHSELJAHRE SCHWÄCHEN DIE KNOCHEN

Frauen, die relativ früh in die Wechseljahre kommen, leiden später womöglich eher an Osteoporose und Knochenbrüchen. Auch ihre Wahrscheinlichkeit früher zu sterben, ist erhöht.

Schwache Knochen, Schmerzen bei jeder Bewegung und gebrochene Wirbelkörper - Osteoporose ist eine schleichende Krankheit, die Ärzte oft erst nach einigen Knochenbrüchen diagnostizieren. In Deutschland leiden etwa acht Millionen Menschen an Knochenschwund. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden bis zum Jahr 2020 etwa 20 Prozent der Gesamtbevölkerung betroffen sein.

Frauen, deren Regelblutung frühzeitig aufhört, leiden später möglicherweise fast doppelt so häufig an Osteoporose als Frauen, die etwas später in die Menopause kommen. Das hat eine schwedische Studie ergeben, die im Fachmagazin "BJOG: An International Journal für Obstretrics and Gynaecology" veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler untersuchten die langfristigen Auswirkungen der frühzeitigen Wechseljahre auf Osteoporose, Häufigkeit von Knochenbrüchen und Sterblichkeit der Frauen.

Beobachtungsstudie über 34 Jahre

Ab 1977 erhoben die Forscher 34 Jahre lang Daten von 390 Frauen, die zu Beginn der Beobachtungsstudie 48 Jahre alt waren. Die Frauen wurden in zwei Kategorien unterteilt: Frauen, deren Menopause begonnen hat, bevor sie 47 Jahre alt waren und Frauen, deren Menopause im Alter von 47 Jahren oder später eintrat. Die Wissenschaftler maßen die Knochendichte der Frauen, später im Alter von 77 Jahren erneut. In der Zwischenzeit waren 92 Frauen gestorben. 100 der 298 verbliebenen Frauen waren entweder umgezogen oder lehnten eine weitere Teilnahme ab, so dass schließlich 198 Probandinnen weiter an der Studie teilnahmen.

Die Forschungsergebnisse zeigten, das die Frauen mit einer frühzeitigen Menopause eine höhere Sterbewahrscheinlichkeit und ein höheres Risiko für Knochenbrüche hatten. Außerdem litten sie häufger an Osteoporose. Die Häufigkeit für Knochenbrüche lag bei 44,3 Prozent. 56 Prozent, also mehr als die Hälfte, litt an Osteoporose. Im Gegensatz dazu waren nur 30 Prozent der Frauen mit einer später einsetzenden Menopause von Osteoporose betroffen. Ihre Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche lag bei 30,7 Prozent.

Frühe Menopause kann Risikofaktor sein

"Die Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass eine frühzeitige Menopause ein bedeutender Risikofaktor für Osteoporose, Knochenbrüche und Sterblichkeit ist", sagt Ola Svejme, orthopädische Chirurgin am Universitätsklinikum Skane in Schweden und verantwortliche Autorin der Studie. Die höhere Sterberate von Frauen, deren Menopause frühzeitig einsetzt, muss noch weiter erforscht werden sowie viele andere Einflussfaktoren wie Medikamente, Ernährung, Rauchen und Alkoholkonsum.

Quelle: FOCUS-Online vom 28.04.2012